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Düngekalk nach festen Qualitätskriterien kaufen

Beim Kauf von Düngekalken sollte man auf bestimmte Qualitätskriterien achten, denn Kalk ist nicht gleich Kalk. Mitunter sind recht unterschiedliche Qualitäten im Handel erhältlich. Der Landwirt muss vor allem die Mahlfeinheit und die Herkunft des angebotenen Produktes prüfen. Denn: je höher der Feinanteil, desto besser die Wirkung.

Noch vor wenigen Jahren war die Kalkdüngung eine äußerst staubige und damit bei den Landwirten entsprechend unbeliebte Angelegenheit. Inzwischen hat sich das anwender- und handhabungsfreundliche Umschlagsystem mit Feuchtkalk weitgehend durchgesetzt.

Außerdem kann man mit gekörnten Magnesiumkalken, die auch als Magnesium-Branntkalk in körniger Konsistenz im Handel sind, eine weitgehend staubfreie Kalkung durchführen.


In unmittelbarer Nähe zu öffentlichen Straßen und Wohngebieten
ist eine staubfreie Kalkausbringung mit Feuchtkalk möglich.

Die Mahlfeinheit eines kohlensauren Düngekalkes ist nicht nur ein Qualitätskriterium ersten Ranges, sondern dieser Faktor bestimmt auch die Herstellungskosten. So kann grob vermahlener Feuchtkalk billiger produziert werden als feingemahlenes Material.

Wo der Kauf über das ortsansässige Lagerhaus abgewickelt wird, dürfte es in dieser Hinsicht keine Probleme geben. Heute wird Düngekalk aber auch von ortsfremden Verkäufern direkt auf dem Hof zum Kauf angeboten. Besonders Anbieter, die mit normalen, säurelöslichen Kalken eine höhere Wirkung versprechen, sollten sehr kritisch geprüft werden, aber auch Verkäufer die eine angefeuchtete Ware haben, denn mit dem Auge allein kann die Mahlfeinheit nicht beurteilt werden. Eine gesunde Portion Vorsicht ist nicht unhöflich, denn Vertrauen ist zwar gut, Kontrolle jedoch besser.

Feuchtkalk besteht aus gemahlenem Kalkstein. Im süd- und mitteldeutschen Raum werden Feuchtkalke vorwiegend aus Jurakalk, Muschelkalk, alpinem Dolomit oder Zechsteindolomit mit einem Neutralisationswert von bis zu 55 % CaO – in carbonatischer Bindungsform hergestellt. Dieser Kalktyp wird mit oder ohne Magnesium-Anteil vertrieben. Enthält der Kalk MgO, dann macht sich das im Preis bemerkbar. Magnesiumhaltiger Feuchtkalk ist etwa 0,10 € je Kilogramm enthaltenes MgO teurer, doch ist bei magnesiumhaltiger Ware aufgrund der hohen Mahlfeinheit die Wirkung des Magnesium der Wirkung anderer Magnesiumdünger gleichzusetzen. Außerdem sind Magnesiumkalke, bezogen auf die Anhebung des pH-Wertes als wertvoller anzusehen, da dem Magnesium eine höhere Neutralisationswirkung zugeordnet werden kann.

Feinheitsgrade Kalkgestein Nur feinstvermahlenes Kalkgestein gewährleistet eine möglichst große umsetzungsaktive Oberfläche und damit seine Wirkung im Boden. Entscheidend ist also nicht nur der Kalkgehalt der Ware, sondern in erster Linie der Vermahlungsgrad.

Die Feinanteile sind entscheidend

Was die Mahlfeinheit betrifft, so lässt der Gesetzgeber hier für den Anbieter eine relativ große Bandbreite zu. Die laut Düngemittelgesetz geforderte Mindestmahlfeinheit, d.h. bei einer Kornfraktur von 97 Prozent kleiner als drei Millimeter und bei 70 Prozent kleiner als ein Millimeter, ist kein Qualitätsmaßstab.

Diese geringen Anforderungen werden von fast jeder Ware praktisch immer erreicht.

Eine erfreuliche Nachricht ist dagegen, dass die DLG ab Herbst 2003 ein Gütezeichen Düngekalk führt, worin die Qualitätskriterien schon wesentlich höher einzustufen sind als die des Düngemittelrechtes. Sprechen Sie Ihren Fachhandel ruhig schon auf das neue DLG-Prüfzeichen Düngekalk an, denn dann geht man kein Risiko ein.

Als Qualitätskriterien gelten bei dem DLG-Prüfzeichen dagegen ganz besondere Werte, nämlich der Feinanteil im Bereich kleiner als 0,1 mm und kleiner als 0,315 mm. Nur feinstvermahlenes Kalkgestein gewährleistet eine möglichst große umsetzungsaktive Oberfläche und damit seine Wirkung im Boden. Entscheidend ist also nicht nur der Kalkgehalt der Ware, sondern in erster Linie der Vermahlungsgrad. Und hier sollte sich der Landwirt nur mit hohen Produktanforderungen begnügen. Es gibt Feuchtkalke auf dem Markt, die eine Mahlfeinheit von über 60 % kleiner als 0,1 mm aufweisen. Diese Kalke erster Güte bedingen jedoch auch einen höheren Preis.

Die Leistung und die Qualität müssen stimmen

Bei einer hohen Mahlfeinheit ist es notwendig den Kalk mit 5 – 10 % Wasser zu versehen, um eine ordentliche Ausbringung zu gewährleisten. Allerdings ist bei Feuchtkalken, die ein sehr hartes Ausgangsgestein haben, die Gefahr der Austrocknung auf der Acker-Lagerstelle sehr groß. Diese Kalke sind nach ein paar Tagen nicht mehr ohne große Staubbelästigung auszubringen, da sie, bedingt durch das harte Ausgangsgestein, nicht in der Lage sind, die vorher zugeführte Wassermenge zu halten.

In diesem Fall ist es ratsam auf naturfeuchte Kalke zurückzugreifen. Diese Ware aus mechanisch weichem Ausgangsgestein besitzt eine, von Natur aus vorhandene Feuchtigkeit von ca. 4 – 5 % Wasser. Kalke dieser Art nehmen kaum Feuchtigkeit auf und geben kaum Feuchtigkeit ab.

Der Landwirt kann somit die vom Handel angebotenen, preiswerten Frühbezugsaktionen bedenkenlos Nutzen und naturfeuchte Kalke auch nach Wochen der Außenlagerung problemlos nahezu staubfrei Streuen.

Gerade im Hinblick auf eventuelle Anwohner oder stark befahrene Straßen ist es sehr wichtig, dass man ohne Staubbelästigung streuen und somit das Ansehen der Landwirte in der Öffentlichkeit positiv beeinflussen kann.

Weiterhin werden im Handel auch Sondermischungen auf Basis von kohlensaurem Magnesiumkalk mit Phosphat, Kalium, Natrium, Schwefel und Bor angeboten, die nach dem jeweiligen Bedarf des Landwirtes zusammengestellt werden können und sinnvoll vor der Stoppelbearbeitung zur Vollversorgung der Böden, in einem Arbeitsgang, schlagkräftig ausgebracht werden können. Auch Mischungen mit Kalkstickstoff, besonders interessant für Rapsanbauer, werden vereinzelt angeboten.

Trocknen macht die Kalkqualität transparent

Was tun, wenn der Feuchtkalk schließlich auf den Hof kommt und der Landwirt wissen möchte, ob die Qualität der Lieferung in Ordnung ist? Eine recht aufschlussreiche Methode ist die Entnahme einer Probe. Etwa ein Esslöffel voll Feuchtkalk wird zu diesem Zweck auf ein möglichst dunkles Papier aufgebracht und auf der Heizung einige Zeit vollständig abgetrocknet. Danach wird das Material vorsichtig mit dem Finger gerieben oder man bewegt den Kalk wie in einem Sieb auf dem Papier hin und her. Die groben Fraktionen trennen sich so von den feinen und werden sichtbar. Je kleiner die Körnung und je höher der Feinanteil, desto besser ist die Qualität. Wenn sich dann die Grobanteile noch mit den Fingern zerreiben lassen, handelt es sich um besonders gute Ware.

Überwiegen dagegen die grießigen Teile oder es werden sogar große Splitter sichtbar, die zudem den Feinanteil in der Menge noch deutlich übersteigen, so kann es sich nicht um ausreichend gute Mahlfeinheit handeln. Bestehen nach einer solchen Grobanalyse Zweifel, dann sollte der Händler auf die Qualität der Ware angesprochen werden.

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